Montag, 10. Juni 2013

Kunstsalon Schersing im Juni 2013



Kunstsalon Schersing
proudly presents

Gerd Wermescher
und einige Geschichten zu einigen Paar Schuhen

Schuhbilder von Christian Rebhan und Arbeiten zur Region von Eli Kumpfhuber, Margarethe Bamberger, Franz Krummholz, Julia Rakuschan und Sophie Beisskammer

 ...wenn es um seine Schuhe geht, vertraut Gerd Wermescher seit Jahren auf ungarische Expertise: Seine handgemachten Schuhe, eine Investition für's Leben, stammen großteils von Schuhmachermeister Gyula Kiss, der in reiner Handarbeit nach alter Handwerksmanier klassische Herrenschuhe und Reiterstiefel nach den Wünschen seiner Kunden entstehen liess.

Meister Kiss beherrschte das Österreich-Ungarische Repertoire aus dem effeff und hatte sich in den Jahren auf das Schuhmodell "Derby", auch "Blucher" genannt, spezialisiert. Er vertraute dabei, der dieser Schule verpflichtenden typischen holzgenagelten Machart. In seiner kleinen Werkstatt hatte ausser der guten alten "Singer" mit dem Tretantrieb keine Maschine Einzug gehalten - man vernahm lediglich das Klopfen und Hämmern, wenn er auf seinem Schemel Platz genommen hatte. Man spürt noch die Seele jeden Schuhs...

Wermescher, der selbst einer Schuhmacherfamilie entstammt, sieht das Projekt als "Rückerstattung" an das Leben per se. Nach dem Ableben von Meister Kiss widmet er sich als Kurator zudem der Aufgabe den Bestand an Modellschuhen und nicht abgeholten Maßschuhen an Schuhliebhaber in der ganzen Welt zu "vermitteln". Allen "Paprikas" ist, bei der Modellvielfalt vom Norweger bis zum Derby Fulbrogue, eines gemein: Die typisch Österreich-Ungarische Formensprache. Diese Schuhe sind für die Ewigkeit gemacht, halten jeden Straßenbelag aus und lassen sich bei Bedarf beliebig oft neu besohlen oder reparieren. Zudem bieten sie etwas, dass kein noch so guter Schuh aus industrieller Fertigung bieten kann: eine Seele. Ja, diesen Schuhen merkt man an, daß sie nicht durch viele Hände gingen und daß der, der Sie gemacht hat, genau bescheid wusste...


Hans Kienesberger & Petra Kodym
freuen sich auf diesen Abend

Danke an Ferdinand Reisenbichler

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